Die neuen Regeln: Fotokopien, Digitalisate und Urheberrecht

Fotokopien, Digitalisate und Urheberrecht, Stand August 2013

Nach der letztjährigen Broschüre „Fotokopieren und Serverspeicherungen in der Schule – was geht, was geht nicht?“ haben die Kultusministerkonferenz und der Verband der Schulbuchverlage nun gemeinsam die wesentlichen Aspekte und Faustregeln nach dem Stand 2013 aktualisiert.
Diese neue Broschüre wird Ende August 2013 den Schulen übersandt und ersetzt die o. g. bisherige Sammlung häufiger Fragen und Antworten. Daneben kann die neue Fassung aber auch unter www.schulbuchkopie.de heruntergeladen werden.
Die seit Januar 2013 geltende Ergänzungsvereinbarung zu dem zu Grunde liegende Gesamtvertrag hat einige Neuerungen gebracht, auf die auch bereits an dieser Stelle hingewiesen worden ist.


Für analoge Fotokopien hat sich vor allem der zulässige Umfang eines Werkes verringert, der als kleiner Teil vervielfältigt werden darf: statt bisher maximal 12% dürfen jetzt nur noch maximal 10% eines Werkes, jedoch weiterhin nicht mehr als 20 Seiten pro Schuljahr und Schulklasse fotokopiert werden.

Die wesentliche Änderung zum 01.01.2013 betrifft aber die neue Möglichkeit, in begrenztem Umfang gedruckte Materialien („Printmedien“), die ab 2005 erschienen sind, für den Unterrichtsgebrauch an Schulen, also nicht öffentlich, auch digital zu nutzen:
Pro Schuljahr und Schulklasse darf ein kleiner Teil eines Printmediums (bis zu 10%, aber max. 20 Seiten) für den Unterrichtsgebrauch eingescannt und wie folgt genutzt werden:
Lehrkräfte dürfen für ihren eigenen Unterrichtsgebrauch diese Digitalisate digital an ihre Schüler für den Unterrichtsgebrauch einschl. der Unterrichtsvor- und Nachbereitung weitergeben, sie ausdrucken und die Ausdrucke ggf. an die Schüler verteilen, sie für ihre Schüler über PCs, Whiteboards und/oder Beamer wiedergeben und im jeweils erforderlichen Umfang abspeichern, wobei auch ein Abspeichern auf mehreren Speichermedien der Lehrkraft gestattet wird (PC, Whiteboard, iPad, Laptop, etc.), jedoch Zugriffe Dritter durch effektive Schutzmaßnahmen verhindert werden müssen (Passwort etc.). Mit dieser Vereinbarung wird nicht das Recht eingeräumt, die Werke oder Werkteile zu ändern oder zu bearbeiten.

Außerdem gilt wie auch sonst üblich, dass die Quelle ordnungsgemäß genannt werden muss.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage des Niedersächsischen Kultusministeriums.

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Bearbeitet von: W. Deffner     letzte Änderung 2017-08-28T12:54:28+01:00      Foto: ©Narvikk -iStockphoto.com