Arbeitszeitkonten

Verpflichtendes Arbeitszeitkonto; Ausgleichsphase

Für Lehrkräfte an allgemein bildenden Schulen, denen bisher kein Beginn oder noch kein späterer Beginn der Ausgleichsphase oder denen keine Ausgleichszahlung bewilligt wurde, beginnt mit dem Schuljahr 2012/13 die Ausgleichsphase des Arbeitszeitkontos in einem der Ansparphase entsprechenden Zeitraum. Die Zahl der auszugleichenden Unterrichtsstunden erhöht sich für diese Lehrkräfte um 10 %, Ausnahme: Lehrkräfte, die mit der Ansparphase nach dem 31.07.2008 begonnen haben.

Die Berechnung der auszugleichenden Stunden und die Kontrolle der Ausgleichsphase erfolgt durch die Schule.

Es stehen 2 Vordrucke für die Erfassung und den Ausgleich des Lehrerarbeitszeitkontos zur Verfügung.

  • Für Lehrkräfte, für die nach der vor dem 01.08.2008 geltenden Regelung ein früherer Beginn der Ausgleichsphase vorgesehen war oder bei Bewilligung eines späteren Beginns der Ausgleichsphase erhöht sich die Zahl der auszugleichenden Stunden um 10%.
    Hierfür ist der Vordruck 1P-ALL 153 (mit Zuschlag) zu verwenden.
     
  • Für Lehrkräfte, die nach dem 31.07.2008 mit der Ansparphase des Arbeitszeitkontos begonnen haben und zu den in § 5 Abs. 3 Ziff. 1 oder 2 Nds. ArbZVO-Schule (s. Fußnote 1) genannten Terminen mit der Ausgleichsphase beginnen (Regelausgleich), ist der Vordruck 1P-ALL 152-ohne Zuschlag  zu verwenden. Wird eine Ausgleichzahlung bewilligt, entfällt ebenso die Erhöhung.

Bitte beachten Sie bei dieser Berechnung auch, dass die Stunden des Arbeitszeitkontos in der Ansparphase während des ersten Monats einer Arbeitsunfähigkeit als erteilt und in der Ausgleichsphase als ausgeglichen gelten.

Während einer Mutterschutzfrist gilt das Arbeitszeitkonto in der Ansparphase als erteilt und in der Ausgleichsphase als nicht ausgeglichen.

Ein Wechsel von einer bereits bewilligten und begonnenen Ausgleichszahlung zum Ausgleich in Stunden ist nicht möglich. Ein Wechsel von einem bereits begonnenen Ausgleich in Stunden in eine Ausgleichszahlung ist nur unter den in § 8 b Abs. 5 Nds. ArbZVO (s.Fußnote 2) zulässig (Störfälle).

Für Lehrkräfte an BBS beginnt der regelmäßige Ausgleich des Arbeitszeitkontos mit dem Schuljahr 2013/2014.

Fußnoten

1) § 5. Abs. 3 Nds. ArbZVO-Schule  

1 Die zusätzlich erteilten Unterrichtsstunden werden in einem der Ansparphase entsprechenden Zeitraum wie folgt ausgeglichen:

1. an Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Förderschulen, Gesamtschulen, Gymnasien, Abendgymnasien und Kollegs vom Beginn des Schuljahres 2012/13 an,

2. an berufsbildenden Schulen vom Beginn des Schuljahres 2013/14 an.

2) § 8 b Nds. ArbZVO

(5) 1 Wird bei einem Arbeitszeitkonto der Ausgleich von in der Ansparphase geleisteter Arbeitszeit der Beamtin oder dem Beamten dauerhaft unmöglich, so erfolgt eine Ausgleichszahlung in Höhe der zum Zeitpunkt des Ausgleichsanspruchs geltenden Sätze der Mehrarbeitsvergütung für Beamtinnen und Beamte.
2 Beamtinnen und Beamten mit ermäßigter Arbeitszeit wird für die bis zum Umfang der regelmäßigen Arbeitszeit zusätzlich geleistete Arbeit abweichend von Satz 1 eine Ausgleichszahlung in Höhe der Besoldung gewährt, auf die eine Beamtin oder ein Beamter mit entsprechend anteilig erhöhter Arbeitszeit im Zeitraum der zusätzlich geleisteten Arbeit Anspruch gehabt hätte.

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Bearbeitet von: Peter Oltmann     letzte Änderung 2017-09-07T08:43:46+01:00