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Inklusive Bildung – eine gemeinsame Herausforderung - Stand der Umsetzung

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Seit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (26. März 2009) durch die Bundesrepublik Deutschland befinden sich die Bundesländer auf dem Weg zur Umsetzung des in Artikel 24 postulierten Rechts auf inklusive Bildung. Stand: 14.05.2012

Im Unterschied zu anderen Bundesländern, die zunächst per Änderung der Landesschulgesetze die rechtliche Grundlage für die Öffnung der Bildungsstrukturen gelegt haben („Top-Down-Modell“), setzt Niedersachsen auf eine behutsame Einführung der Inklusion „Schritt für Schritt“. Zunächst sollen Fundamente geschaffen und die Kollegien „mitgenommen“ werden, bevor Rechtsansprüche die Verhältnisse unwiederbringlich ändern.

Unabhängig der im März verabschiedeteten gesetzlichen Regelung hat sich die Zahl der Integrationsklassen in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Darüber hinaus nehmen im  Schuljahr 2011/12 landesweit bereits 700 Grundschulen für 6.000 Klassen Förderschullehrerstunden für die sonderpädagogische Grundversorgung in Anspruch. Im Bereich der Lehrerfortbildung werden gegenwärtig erhebliche Anstrengungen unternommen, die Lehrkräfte auf den inklusiven Unterricht vorzubereiten (siehe Info-Kasten).

Inklusiver Unterricht – Was ist das?

Die inklusive Pädagogik setzt bei den individuellen Bedürfnissen und Besonderheiten jedes Kindes an und erhebt den Anspruch, Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung an jedem Lernort gerecht zu werden.

Bei der gemeinsamen Beschulung besuchen alle Kinder die zuständige wohnortnahe Schule. Voraussetzung ist, dass ihren individuellen Lern- und Förderbedürfnissen entsprochen werden kann. Lernentwicklungsziele können individuell zielgleich oder auch zieldifferent festgelegt werden.

Für Grundschulen wie auch für Schulen des Sekundarbereichs I soll das Recht auf gemeinsamen Unterricht flächendeckend zum Schuljahr 2013/14 beginnend mit dem 1. Schuljahrgang umgesetzt werden.

Die Niedersächsische Landesschulbehörde wird gemäß den Vorgaben des Kultusministeriums den Prozess der Einführung und Umsetzung der Inklusion durch Zuweisung von Ressourcen steuern und mit Service- und Beratungsangeboten begleiten.

Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte

  1. Stufe: Landesweite Ausbildung von 60 Lehrkräften zu Teamern (ist bereits erfolgt)
  2. Stufe: 30 Tandems führen jeweils regionale fünfeinhalbtägige Schulungen für insgesamt über 2000 Lehrkräfte durch.
  3. Stufe: Beginn der Fortbildungen für Sek.I - Lehrkräfte (Spätherbst bzw. Winter 2012)

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Regionalabteilung Braunschweig
Frau Annegret Heumann
0531 484-3842
Regionalabteilung Hannover
Frau Vera Kirchhoff-Bödecker
0511 106-7046
Regionalabteilung Lüneburg
Frau Brigitte Bergmann
04261 8406-23
Regionalabteilung Osnabrück
Rita Feldkamp
0541 314-384

 

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bearbeitet von W. Deffner zuletzt verändert: 21.07.2015 16:21 Christian Schwier @ Fotolia.com
  • Niedersächsische Landesschulbehörde