Netzwerk zur Studien- und Berufsorientierung in Südniedersachsen

Presseinformation der Niedersächsischen Landesschulbehörde vom 24.07.2015

Niedersächsische Landesschulbehörde und Kommunen beschließen enge Zusammenarbeit

Der Übergang von der Schule in den Beruf oder auf die Hochschule rückt immer stärker in den Fokus der Bildungspolitik. Um einem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefordert, die Schulen zu unterstützen und damit zu einem erfolgreichen Einstieg unserer Jugendlichen in Studium, Ausbildung und Beruf beizutragen.

Damit dies in Südniedersachsen künftig noch besser gelingt, wollen die Regionalabteilung Braunschweig der Niedersächsischen Landesschulbehörde, die Stadt Göttingen, sowie die Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode beim Thema Studien- und Berufsorientierung an einem Strang ziehen. Auf Einladung der Niedersächsischen Landesschulbehörde sind die Bündnispartner in der Außenstelle in Göttingen zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Informationsaustausch zusammengekommen und haben eine enge Zusammenarbeit beschlossen.

„Uns ist es wichtig, nicht in institutionellen Schubladen zu denken, sondern zum Wohle der Jugendlichen über einzelne Institutionen hinaus zusammen zu arbeiten“, betont Dirk Mazzega, Leiter der Regionalabteilung Braunschweig der Niedersächsischen Landesschulbehörde.

Bei vielen Projekten zum Thema Berufsorientierung gebe es schon lange eine Zusammenarbeit der beteiligten Akteure in Südniedersachsen, teilt Siegfried Lieske, Dezernent für Jugend, Schule und Ordnung der Stadt Göttingen mit. Durch einen regelmäßigen Austausch auf der Leitungsebene der Bündnispartner erhofft er sich nun eine Absicherung und einen Ausbau dieser Kooperation.

„Ein Blick auf die Statistik zeigt, wie wichtig die frühzeitige Studien- und Berufsorientierung ist“, sagt Marcel Riethig, Dezernent für Soziales, Jugend, Bildung, Sport und Kultur des Landkreises Göttingen mit. „Fast 30 Prozent brechen ihren ersten Studiengang an einer Universität ab. Bei betrieblichen Ausbildungen sind es 25 Prozent.“ Die Kooperation mit der Stadt Göttingen sowie den Landkreisen Osterode und Northeim und der Niedersächsischen Landesschulbehörde sieht er als Chance, um diese Quoten zu senken.

Ein Schwerpunkt der künftigen Kooperation soll die Studien- und Berufsorientierung in der Sekundarstufe II unter Beteiligung der Agentur für Arbeit Göttingen sein. Ziel ist es, durch ein Schulnetzwerk in Südniedersachsen Schülerinnen und Schüler beim Berufsfindungsprozess zu unterstützen und somit die Zahl der Ausbildungs- und Studienabbrüche zu verringern.

Zur Außenstelle Göttingen der Niedersächsischen Landesschulbehörde:

Die Außenstelle in Göttingen ist Teil der Regionalabteilung Braunschweig der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Hier sind insgesamt 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dezernate 2 und 5 tätig.

Zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dezernats 2 sind zuständig für die Aufsicht über die Grund-, Ober-, Haupt-, Real- und Förderschulen in den Landkreisen Göttingen, Northeim und Osterode. Sie beraten und unterstützen die Schulen bei allen schulfachlichen Fragen und fördern ihre Qualitätsentwicklung. Die Themen der Beratung sind vielfältig und reichen von Ganztag über Inklusion bis hin zur Berufsorientierung an Schulen.

Zum Dezernat 5 gehören drei Schulpsychologinnen, ein Schulpsychologe und eine Assistenzkraft. Die Schulpsychologen sind für alle Schulformen in den genannten Landkreisen zuständig. Sie bieten Präventionskonzepte und Coachings an oder beraten die Schulen in Krisen- und Notfallsituationen.

Zum Zuständigkeitsbereich der Außenstelle Göttingen gehören 163 Schulen mit rund 59.100 Schülerinnen und Schülern und 3184 Lehrkräften. In demselben Haus, in dem die Außenstelle untergebracht ist, befindet sich auch das Studienseminar für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen.

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Bearbeitet von: Bianca Schöneich     letzte Änderung 2017-08-30T11:51:29+02:00