Medienpaket "Mitreden"

Kompetent gegen Islamfeindlichkeit, Islamismus und dschihadistische Internetpropaganda

Ein wichtiges aktuelles Projekt der Extremismusprävention stellt das vom Programm Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) entwickelte Medienpaket „Mitreden! Kompetent gegen Islamfeindlichkeit, Islamismus und dschihadistische Internetpropaganda“ dar.

Dieses umfasst zwei Kurzfilme und ein vertiefendes Begleitheft. Zum einen dient das Medienpaket der Sensibilisierung junger Menschen – Muslime und Nicht-Muslime – vor den Gefahren der Propaganda und Werbung seitens gewaltbereiter Islamisten. Entsprechende Aktivitäten haben insbesondere infolge des Syrienkonfliktes zugenommen, auch die Zahl radikalisierter junger Menschen steigt an. Zum anderen thematisiert das Medienpaket eine wachsende, durch rechtsextreme Gruppen angefachte Islamfeindlichkeit, die Muslime pauschal verunglimpft. Sowohl islamistische, als auch islamfeindliche Bestrebungen schaukeln sich gegenseitig hoch und stellen eine Herausforderung für die innere Sicherheit und das Zusammenleben in unserer Gesellschaft dar. Insbesondere im schulischen Bereich bietet sich das Medienpaket „Mitreden! Kompetent gegen Islamfeindlichkeit, Islamismus und dschihadistische Internetpropaganda“ für die praktisch-pädagogische Arbeit mit Jugendlichen an und kann einen wirkungsvollen Beitrag zur Extremismusprävention leisten. Weitere inhaltliche Informationen sind dem Begleitheft zu entnehmen, online unter:

http://www.polizei-beratung.de/fileadmin/upload/Polizei-Beratung/Germany/Medienportal/Medien/Umsetzungshilfen/Begleithefte/BH_Mitreden_2014_04.pdf . Nähere Auskünfte zum Medienpaket kann außerdem die Präventionsstelle Politisch Motivierte Kriminalität (PPMK) im LKA Niedersachsen erteilen.

Sie ist erreichbar unter: praevention-pmk@lka.polizei.niedersachsen.de.

Darüber hinaus wird zurzeit unter Federführung des Sozialministeriums in Niedersachsen eine Beratungsstelle zur Prävention neo-salafistischer Radikalisierung eingerichtet. Mit diesem Beratungsangebot sollen unter Berücksichtigung sozial-pädagogischer bzw. religions-psychologischer Aspekte Wege für die Abwendung von gewaltbezogener und extremistischer Ideologie und eine Reintegration in die Gesellschaft aufgezeigt werden. Dort werden Betroffene sowie insbesondere Familienangehörige, Freunde, und Bekannte aus dem privaten, schulischen und beruflichen Umfeld von Radikalisierung Betroffener junger Menschen Beratung und Unterstützung finden. Die Beratungsstelle wird im Frühjahr 2015 ihre Arbeit aufnehmen. Bis dahin können sich Hilfesuchende über die Telefonhotline 0511 70052040 Rat und Unterstützung holen. Von dort erfolgt für konkrete Fälle ggf. auch eine Vermittlung von Beratern vor Ort.

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Bearbeitet von: W. Deffner     letzte Änderung 2017-08-28T13:55:15+02:00