Sprachliche Vielfalt in der Schule

Laut KMK-Konferenz ist funktionale Mehrsprachigkeit Bildungsziel in ganz Deutschland. Sie fördert - so der Europäische Rat (2002) - Integration und sozialen Zusammenhalt, persönliche Mobilität sowie die Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation.

Individuelle Mehrsprachigkeit, die bereits außerhalb der Schule erworben wurde, ist in Unterricht und Schulleben wertschätzend zu berücksichtigen. So wird nicht nur die Akzeptanz sprachlicher und kultureller Vielfalt im Allgemeinen gefördert, sondern es wird ein wichtiger Teil der Identität entsprechender Schülerinnen und Schüler anerkannt.

Unabhängig vom Fremdsprachenunterricht kann jedes Fach zu einer bewussten Wahrnehmung eigener und anderer Sprachen bzw. verschiedenen Sprachgebrauchs beitragen. Die somit auf dezentrale Weise geförderte Einsicht in grundlegende sprachliche Prinzipien und Strukturen auf der einen Seite sowie in Besonderheiten einzelner Sprachen auf der anderen Seite fördert ein gesamtsprachliches Bewusstsein, das neben den oben genannten Effekten das Lernen weiterer Sprachen für alle Schülerinnen und Schüler erleichtert.

Gute Kompetenzen in den jeweiligen Familiensprachen fördern überdies den Erwerb des Deutschen als Zweitsprache.

Die Sprachbildungszentren geben methodische und didaktische Hinweise dazu, wie die vielfältigen Familiensprachen der Schülerinnen und Schüler im Unterricht eingebunden werden können. Dazu gehört auch die häufig gestellte Frage nach sinnvollen Regeln zur Nutzung der Familiensprachen im Schulalltag.

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Bearbeitet von: Ina.Baumann     letzte Änderung 2017-08-29T15:11:58+02:00      Foto: DmitriyShironosov@stockxpertcom.de