Sprachförderung "Deutsch als Zweitsprache"

Grundlage für eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht sowie eine gleichberechtigte schulische, berufliche und gesellschaftliche Teilhabe sind Erwerb und Erweiterung der sprachlichen Handlungsfähigkeit in der deutschen Sprache. Durch die Verzahnung verschiedener Sprachfördermaßnahmen soll der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache verbessert und ihnen ein höchstmöglicher Bildungsabschluss ermöglicht werden.

Sprachlernklasse

Für mindestens 10 neu nach Deutschland zugewanderte Kinder und Jugendliche ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen kann eine Sprachlernklasse eingerichtet werden, um sie auf den erfolgreichen Besuch einer der bisherigen Bildungsbiographie und dem individuellen Lern- und Leistungsstand entsprechenden Regelklasse sprachlich vorbereitet werden.

Zugewanderte schulpflichtige Jugendliche der Berufsbildenden Schulen nehmen entsprechend am Unterricht der Sprachförderklasse (BVJ-A) teil.

Neben einer parallelen schrittweisen Integration in eine entsprechende Regelklasse dauert der Besuch einer Sprachlernklasse normalerweise ein Jahr.

Förderkurs „Deutsch als Zweitsprache“

Ein Förderkurs „Deutsch als Zweitsprache“ kann für mindestens vier Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache eingerichtet werden, die eine Regelklasse besuchen und einen erheblichen Förderbedarf in Deutsch als Zweitsprache haben. Der maximal einjährige Besuch eines Förderkurses kann sich dem Besuch der Sprachlernklasse anschließen oder an seiner Stelle stehen.

Der Unterricht im Förderkurs der Primarstufe umfasst vier bis sechs Wochenstunden, der der Sekundarstufe fünf bis acht Wochenstunden.

Förderunterricht

Der Förderunterricht von mindestens fünf Wochenstunden ist bei Bedarf für Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache, die eine Regelklasse besuchen, einzurichten. Er kann sich an den Besuch einer Sprachlernklasse oder eines Förderkurses „Deutsch als Zweitsprache“ anschließen und wird in Deutsch als Zweitsprache oder Fremdsprachen angeboten.

Integrative Sprachförderung

Neben den additiven Sprachfördermaßnahmen und im Anschluss daran werden die sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler auch im Fachunterricht bewusst erweitert.  

Besondere Sprachförderkonzepte

Allgemein bildende Schulen mit einem hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Lernerschwernissen können besondere Sprachförderkonzepte erstellen und hierfür zusätzliche Lehrerstunden erhalten (gemäß RdErl. d. MK „Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung an den allgemein bildenden Schulen“).

Artikelaktionen

Bearbeitet von: Ina.Baumann     letzte Änderung 2018-10-22T12:03:02+02:00      Foto: kate_sept2004@istock.de