2. Gefährdungsbeurteilung

Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung erfordert eine systematische Ermittlung und Beurteilung der Arbeitsbedingungen, um im Hinblick auf Gefährdungen und Belastungen bei der Arbeit die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes abzuleiten, umzusetzen, ihre Wirkung zu überprüfen und eine Verbesserung anzustreben.

In der folgenden Übersicht können Sie die Angebote 2.1, 2.2, 2.9 - 2.13 direkt anklicken und so auf schnellem Wege eine Beratungsanfrage senden.

2.1

Übersichtsbegehung

Eine Übersichtsbegehung dient dazu, gesundheitliche Gefährdungen und Unfallgefahren zu identifizieren. Sie dient dem Auftakt zur Gefährdungsbeurteilung.
Zeitaufwand: ca. 1-2 Std.

2.2

Unterstützung bei der Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung

z. B. im Arbeitsschutzausschuss (ab 20 Beschäftigten verpflichtend).

  • Erstberatung der Schulleitung/Dienststellenleitung
  • Informationsveranstaltung für das Kollegium (z. B. bei BUGIS und GAPS)
  • Beratung zu geeigneten Verfahren und Methoden
  • Unterstützung bei der Erhebung
  • Beratung zur Auswertung und Bewertung der Ergebnisse
  • Unterstützung bei der Maßnahmenfestlegung, in der Umsetzungsphase und bei der Dokumentation / Evaluation

 

Instrumente
  2.3

Erhebungsmethoden und Instrumente Erfassungsbögen (Checklisten)

Die technischen und baulichen Gefährdungen sollten mit Hilfe ausgewählter Checklisten nach Tätigkeits- und Gefährdungsbereichen erhoben werden.

  • Beratung zur Auswahl der geeigneten Checklisten
  • Unterstützung bei der Erhebung und Maßnahmenfestlegung
  • Begleitung und Beratung in der Umsetzungsphase und bei der Dokumentation / Evaluation

  2.4

Orientierende Messungen

Raumklima, Beleuchtung, CO2, Nachhall, Lärm

anlassbezogen zur Feststellung möglicher gesundheitlicher Gefährdungen und Unfallgefahren

  2.5

GAPS

(Gefährdungsbeurteilung Allgemeine Psychosoziale Schulsituation): Screeningverfahren zur Erhebung psychischer Belastungen)
Mit diesem Verfahren können Schulen selbstständig erste Informationen zu Stärken und Belastungen erheben. Im Bedarfsfall steht auch die komplexe Erhebung BUGIS zur Verfügung.

 

 

  2.6

BUGIS

(beteiligungs- und umsetzungsorientierte Gefährdungsbeurteilung in Schulen)
Ein standardisiertes Verfahren (Fragebogen) zur differenzierten Erhebung der Gesamtsituation einer Schule (Schwerpunkt: psychische Belastungen)

  • Begleitung des Verfahrens durch AuG-Berater/-innen
  • Ausführung: Papier und Bleistift oder online
  • Auswertung durch das NLQ

 

  2.7

SOFT-Analyse

Ermittlung von Stärken, Schwächen und Veränderungsbereichen in einer Schule / Studienseminar; für kleinere Kollegien oder Teilbereiche besonders geeignet, Inhouseseminar
Dauer: halb- oder ganztägig

  2.8

Gruppeninterview

Teilstandardisierte Befragung (Kartenabfrage).
Für Schulen oder für Studienseminare mit kleineren Kollegien oder einer repräsentativen Auswahl an Teilnehmenden besonders geeignet, Inhouseseminar
Dauer: halb- oder ganztägig

2.9

Erhebung in Studienseminaren

Sicherheit und Gesundheit im Studienseminar (Inhouseseminar)

  • Grundlagen zum Themenfeld „Sicherheit und Gesundheit“
  • Aufbau eines Gesundheitsmanagements an Studienseminaren
  • Ermittlung der seminarspezifischen Ressourcen und Gefährdungen sowie Ableitung von Maßnahmen

Dauer: Tagesveranstaltung

 

2.10

Psychische Beanspruchung und Belastung

Beratung zur Entwicklung spezieller gesund erhaltender Maßnahmen

2.11

Gesundheitszirkel

In Gesundheitszirkeln (oder Beteiligungsgruppen) hinterfragen Beschäftigte gemeinsam Ursachen der festgestellten Belastungen und Gefährdungen und entwickeln Veränderungsvorschläge zum Abbau.

  • AuG-Berater/-innen bieten (Erst-)Moderation an

2.12

Krankenstandanalyse

  • Auswertung des Krankenstandes zur Ermittlung spezieller Gefährdungen

2.13

Unfallanalyse

  • Auswertung von Unfallereignissen – Ableitung notwendiger Maßnahmen

 

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Bearbeitet von: W. Deffner     letzte Änderung 2017-08-30T10:29:52+02:00