
„Mobbing-Interventions-Teams in der Schule – MIT“
Presseinformation der Landesschulbehörde vom 28.05.2010
Tagung am 31.05.2010 in Braunschweig
Nicht jeder Streit zwischen Schülerinnen und Schülern, nicht jeder Konflikt in der Schule ist ein Mobbingvorfall.
Mobbing zu erkennen, die richtigen Maßnahmen einzuleiten um das Opfer zu schützen und den Mobbingprozess zu beenden ist die Aufgabe der Mobbing-Interventions-Teams in der Schule. In der gleichnamigen Qualifizierungsmaßnahme der Landesschulbehörde am Standort Braunschweig werden Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialpädagogen und –pädagoginnen dazu ausgebildet, in ihren Schulen im Fall von Mobbing zwischen Schülerinnen und Schülern angemessene Interventionsmaßnahmen durchzuführen oder Präventionsmaßnahmen in der Schule anzubieten. Eingebunden in das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Schule stehen die Mitglieder der Mobbing-Interventions-Teams den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und den Kolleginnen und Kollegen ihrer Schule als Ansprechpartner zu allen Fragestellungen, die das Thema Mobbing betreffen, zur Verfügung. Die Arbeit des Teams dient der frühzeitigen Erkennung von beginnenden Mobbingprozessen und verhindert dadurch schwerwiegende Folgen die anhaltende Mobbingprozesse bei Schülerinnen und Schülern hinterlassen können.
Die Landesschulbehörde bietet am Standort Braunschweig seit 2007 die Qualifizierungsmaßnahme „Mobbing-Interventions-Teams in der Schule“ für Schulen des Sekundarbereichs I und II über die Regionale Lehrerfortbildung an. 33 Schulen haben bisher an dem Projekt teilgenommen, 112 Lehrerinnen und Lehrer haben sich zu Mitgliedern der MITs ausbilden lassen. Aufgrund des anhaltenden Interesses seitens der Schulen wird diese Maßnahme inzwischen landesweit unter der Leitung der Beauftragten für Gewaltprävention der Landesschulbehörde angeboten.
Die heutige Tagung unter dem Titel „Unterstützung für eine Kultur der Achtsamkeit“ die die Landesschulbehörde in Kooperation mit dem Braunschweigischen Gemeinde-Unfallversicherungsverband (GUV) durchführt, verfolgt das Ziel, die vielfältigen Erfahrungen der Mobbing-Interventions-Teams untereinander auszutauschen, um die Angebote der MITs zu verbessern. Unter dem Titel „MIT – die Arbeit im Schulalltag“ bieten Schulen einen Einblick in bewährte Strategien zur Prävention und Intervention darunter das Max-Planck-Gymnasium Göttingen und das Felix-Klein-Gymnasium Göttingen, das Gymnasium Raabeschule Braunschweig, das Gymnasium Kreuzheide Wolfsburg, sowie die Berufsbildenden Schulen I Gifhorn und die Haupt- und Realschule Eichendorffschule Wolfsburg. Zur Frage, wie der langfristige Erfolg der Arbeit des MITs gemessen werden kann, bietet Herr Prof. Dr. Jürgen Boeckh der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Braunschweig/Wolfenbüttel einen Workshop unter dem Titel „Evaluation von Projekten zum sozialen Lernen“ an. Die Beauftragte für Jugendsachen der Polizeiinspektion Braunschweig, Frau Gabriele Butte, informiert darüber, dass Mobbing ein Straftatbestand darstellt und diskutiert über die Frage, ob und wann eine Anzeige zu erstatten ist.
Am Nachmittag öffnet sich die Veranstaltung interessierten Schulen, die sich über die Arbeit der Mobbing-Interventions-Teams informieren möchten. Unter dem Titel „ MIT – das Projekt“ stellt die Beauftragte für Gewaltprävention der Landesschulbehörde Standort Braunschweig u.a. die Zielsetzungen und den Ablauf der Qualifizierungsmaßnahme vor und informiert über mögliche Teilnahmevoraussetzungen. Das große Interesse an der Tagung drückt sich aus an den 150 Anmeldungen aus Schulen aller Schulformen und bestätigt die Veranstalter darin, das Unterstützungsangebot zum Thema „Mobbing-Interventions-Teams in der Schule“ weiter auszubauen. Das Niedersächsische Kultusministerium unterstützt die Ausbildung von zusätzlichen Trainerinnen und Trainern, die die Qualifizierung der Mobbing-Interventions-Teams durchführen sollen.
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Für Ihre Rückfragen zu dieser Presseinformation:
Jutta Sengpiel
Beauftragte für Gewaltprävention, Landesschulbehörde Standort Braunschweig, Dezernat 1
Tel.: 0531/484 3248
jutta.sengpiel@lschb-bs.niedersachsen.de

