
Inklusive Bildung – eine gemeinsame Herausforderung - Stand der Umsetzung
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Im Unterschied zu anderen Bundesländern, die zunächst per Änderung der Landesschulgesetze die rechtliche Grundlage für die Öffnung der Bildungsstrukturen gelegt haben („Top-Down-Modell“), setzt Niedersachsen auf eine behutsame Einführung der Inklusion „Schritt für Schritt“. Zunächst sollen Fundamente geschaffen und die Kollegien „mitgenommen“ werden, bevor Rechtsansprüche die Verhältnisse unwiederbringlich ändern. |
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Unbeschadet von einer noch ausstehenden gesetzlichen Regelung – mit der Vorlage einer Gesetzesnovelle durch die Landesregierung bzw. die Regierungsfraktionen ist im Herbst 2011 zu rechnen – hat sich die Zahl der Integrationsklassen in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Darüber hinaus nehmen in diesem Schuljahr landesweit bereits 700 Grundschulen für 6.000 Klassen Förderschullehrerstunden für die sonderpädagogische Grundversorgung in Anspruch. Im Bereich der Lehrerfortbildung werden gegenwärtig erhebliche Anstrengungen unternommen, die Lehrkräfte auf den inklusiven Unterricht vorzubereiten (siehe Info-Kasten). |
Inklusiver Unterricht – Was ist das?Die inklusive Pädagogik setzt bei den individuellen Bedürfnissen und Besonderheiten jedes Kind an und erhebt „den Anspruch, eine Antwort auf die komplette Vielfalt aller Kinder zu sein.“ (Brigitte Schumann, Zeitschrift für Inklusion, Nr. 1 (2009)) Bei der gemeinsamen Beschulung besuchen alle Kinder die zuständige wohnortnahe Schule. Voraussetzung ist, dass ihren individuellen Lern- und Förderbedürfnissen entsprochen werden kann. Lernentwicklungsziele können individuell zielgleich oder auch zieldifferent festgelegt werden. |
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Für Grundschulen soll das Recht auf gemeinsamen Unterricht flächendeckend zum Schuljahr 2012/13 beginnend mit dem 1. Schuljahrgang umgesetzt werden. Die Schulen des Sekundarbereichs I folgen im Schuljahr 2013/14.
Die Niedersächsische Landesschulbehörde wird gemäß den Vorgaben des Kultusministeriums den Prozess der Einführung und Umsetzung der Inklusion durch Zuweisung von Ressourcen steuern und mit Service- und Beratungsangeboten begleiten. |
Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte
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Ansprechpartnerinnen und AnsprechpartnerRegionalabteilung Braunschweig
Frau Annegret Heumann
0531 484-3842
Regionalabteilung Hannover
Frau Petra Rieke
0511 106-2425
Regionalabteilung Lüneburg
Herr Ulrich Dettling
04261 840621
Regionalabteilung Osnabrück
Herr Matthias Krömer
04941 13-1009
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